Anwendungsbeispiele

Virtueller Design Review von Maschinen und Anlagen

Lange Zeit waren Unternehmen für die Beurteilung und Freigabe von Produktkonzepten und -entwürfen auf den Bau von Mustern und Prototypen angewiesen. Heute können viele Fragestellungen zu Gestalt und Verhalten bereits am virtuellen Prototyp beantwortet werden. Ein frühzeitiger virtueller Design Review verbessert die Kommunikation im Entwicklungsprozess, hilft Entwicklungsfehler zu vermeiden und trägt dazu bei, die Anzahl realer Prototypen zu verringern. Das spart Zeit und Kosten.

Der OWL ViProSim e.V. bietet Unternehmen in Kooperation mit dem Heinz Nixdorf Institut die Möglichkeit, virtuelle Design Reviews mit bis zu 15 Personen durchzuführen. Dazu erfolgt eine Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung. Im Rahmen der Planung werden die 3D-CAD-Daten konvertiert und Kamerapositionen sowie Animationspfade erstellt. Anschließend wird eine der vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten des HD-Visualisierungscenters gewählt. Im Rahmen der Durchführung des Design Reviews wird die Steuerung der Technik und auf Wunsch die Moderation übernommen. Für die Nachbereitung und Dokumentation werden Screenshots und Videos zur Verfügung gestellt.

Der virtuelle Design Review stößt im Mittelstand auf großes Interesse. Zwei Beispiele: Die WP Kemper GmbH visualisierte und analysierte den Prototypen einer neuartigen Backstraße in einem virtuellen Design Review. Die Friedrich Remmert GmbH hat für den Maschinenhersteller AMADA eine Roboterzelle entwickelt, die Sägeabschnitte aus runden und rechteckigen Voll- und Hohlmaterial befördert und sortiert. Die Freigabe des Anlagenentwurfs erfolgte auf Basis eines virtuellen Prototyps, der dem japanischen Kunden als interaktives 3D-Modell im HD-Visualisierungscenter präsentiert wurde.

Typische Fragestellungen im Design Review sind:

  • Funktion: Wie funktioniert der Ablauf im System? Welche Variante ist die bessere?
  • Erreichbarkeit: Ist die Wartung der Systeme möglich? Sind alle Komponenten erreichbar?
  • Optik: Sind das Design und die Farbgebung des neuen Systems zeitgemäß?
  • Layout: Ist die Platzierung des Systems in der Fertigungszelle optimal? Gibt es Kollisionen?
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3D-Skizzen zur Ablaufplanung
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Detailansicht
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3D-Textannotationen
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3D-Schnittansicht
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Virtuelles Messen
 

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Jan Berssenbrügge

Fraunhofer IEM
Zukunftsmeile 1
33102 Paderborn
jan.berssenbrueggeiem.fraunhofer.de

Kooperationspartner

Remmert
Kemper